Fachanwalt für Verkehrsrecht

Der Fachanwalt für Verkehrsrecht wurde von der Satzungsversammlung der Bundes­rechtsanwaltskammer (BRAK) eingeführt. Rechtsanwälte können diesen Titel erwerben, wenn sie entsprechende fachliche Kenntnisse nach § 14d der Fachanwaltsordnung (FAO) (üblicherweise durch erfolgreiches Bestehen eines sog.


Fachanwalts-Lehrgangs) und eine nach § 5 Abs. 1 lit.k FAO vorgegebene Mindestanzahl von tatsächlich bearbeiteten Fällen nach­weisen können. Bearbeitet werden müssen 160 Fälle, davon mindestens 60 gericht­liche Verfahren.


Die Fälle müssen sich auf mindestens drei Bereiche der nachfolgenden von 1. bis 4. genannten Bereiche beziehen, davon in jedem dieser Bereiche mindestens 5 Fälle.


Nach § 14 d der Fachanwaltsordnung (FAO) sind besondere Kenntnisse im Verkehrsrecht in folgenden Bereichen nachzuweisen:

  • 1. Verkehrszivilrecht, insbesondere das Verkehrshaftungsrecht und das Verkehrsvertragsrecht,
  • 2. Versicherungsrecht, insbesondere das Recht der Kraftfahrtversicherung, der Kaskoversicherung sowie Grundzüge der Personenversicherungen,
  • 3. Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht,
  • 4. das Verkehrsverwaltungsrecht, das vor allem aus dem Recht der Fahrerlaubnis, aber zum Beispiel auch aus dem Straßenverkehrszulassungsrecht (Fahrzeug-Zulassungsverordnung, Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) und verkehrsspezifischen Umweltrecht (Verordnung zur Kennzeichnung der Fahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung) besteht,
  • 5. Besonderheiten der Verfahrens- und Prozessführung.  

(Fundstelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fachanwalt für Verkehrsrecht)



Fachanwalt für Strafrecht

Inhaltlich wird der Titel durch die in § 13 der Fachanwaltsordnung (FAO) genannten Rechts­­gebiete, bezüglich derer der den Fachanwaltstitel führende Rechtsanwalt beson­dere Kennt­nisse nachweisen muss, definiert. Es sind dies die Methodik und Recht der Straf­vertei­di­gung und Grundzüge der maßgeblichen Hilfswissenschaften (§ 13 Nr. 1 FAO), das ma­te­rielle Strafrecht einschließlich Jugend-, Betäubungsmittel-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Steu­er­straf­recht (§ 13 Nr. 2 FAO), das Strafverfahrensrecht einschließlich Jugendstraf- und Ordnungs­widrigkeitenverfahren sowie Strafvollstreckungs- und Strafvollzugsrecht (§ 13 Nr. 3 FAO).

Weiter erforderlich ist zum Erwerb des Titels eines Fachanwalts für Strafrecht, wie bei allen Fachanwaltstiteln, der Nachweis besonderer praktischer Erfahrungen. Hier fordert § 5 S. 1 lit. f FAO den Nachweis von 60 durch den Bewerber bearbeiteter Fälle, innerhalb derer die Teilnahme an mindestens 40 Hauptverhandlungstagen vor dem Schöffen­gericht oder einem übergeordneten Gericht gegeben gewesen sein muss.


(Fundstelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fachanwalt für Strafrecht)